VORBEREITUNG

Der Schulungsort sollte für möglichst viele Jugendliche vertraut und gut erreichbar sein. Jugendfreizeiteinrichtungen haben eine pädagogische Funktion als „Orte“ des sozialen Lernens und verfügen in der Regel über einen geeigneten Raum für Gruppenarbeit.

Zielgruppe der Qualifizierung zur/zum Jugendauditor*in sind Jugendliche, die regelmäßig eine Jugendfreizeiteinrichtung besuchen und sich für das Jugendaudit interessieren. Ihre Teilnahme basiert auf dem Prinzip der Freiwilligkeit.

Die Qualifizierung zur Jugendauditor*in trägt dazu bei, dass die Kinder und Jugendlichen Fähigkeiten erwerben ohne überfordert zu werden, z.B. Teamfähigkeit, Rhetorische Fähigkeiten im Auditgespräch, Abstraktionsvermögen beim Erstellen der Checkliste, Kreativität. Lernfelder sind beispielsweise kommunikative Prozesse und Moderationsmethoden, Gesprächsführung, Verhandlungs- und Kommunikationsstrategien, Skills im Qualitätsmanagement, Prozessdokumentation, Visualisierungs- und Präsentationstechniken.

Kinder und Jugendliche erleben zudem Phasen des Projektmanagements, bspw. Brainstormen, Ideenbündeln, Prioritäten setzen, Abstimmungsprozesse innerhalb der Gruppe, Planung und Vorbereitung des Auditbesuchs, Gesprächsführung, Feedback und Reflexion. Dies geschieht in einem vertrauten Kontext: im Jugendzentrum. Die Aktivitäten der jungen Menschen im Jugendzentrum orientieren sich an den Bedürfnissen zu entspannen, Spaß zu haben, zu spielen und Zeit mit Peers zu verbringen.

Ein Zertifikat dokumentiert die Kompetenzen und das Engagement der Jugendlichen. Die Jugendauditor*innen erhalten einen Nachweis über besondere (außerschulische) Aktivitäten in ihrer Freizeit, ihre erworbenen Kompetenzen und aktive Teilnahme am Projekt. Darin werden die Lernfelder und praktischen Kompetenzen, die die Jugendlichen im Projekt gezeigt haben, dokumentiert.

Die Jugendfreizeiteinrichtungen, die sich am Jugendaudit beteiligt haben, erhalten ebenfalls ein Zertifikat, welches durch die Initiator*innen des Projektes, bspw. im Rahmen einer jährlichen Auswertungsveranstaltung oder im Jugendhilfeausschuss, überreicht wird.

Die Jugendlichen haben unterschiedliches Vorwissen über das Jugendaudit. Die Projektkraft wird komplexe und theoretische Inhalte auf ein kinder- und jugendgerechtes Level bringen. Gruppenarbeitsphasen, welche die Teilnehmer*innen durchmischen, sind eine gute Möglichkeit verschiedenen Wissensständen gerecht zu werden und lockern die Gruppenatmosphäre auf.

Die Einstiegsspiele oder Energizer sind interaktiv und vielfältig einsetzbar und tragen zur Methodenvielfalt, Aktivierung und Abwechslung bei. Im Rahmen des Jugendaudits kommen verschiedene Methoden zum Einsatz, bspw. Imaginative Verfahren, Explorative Befragung, Rollen- und Szenenspiele, Simulationen, Erfahrungsaustausch, Diskussion und Strukturierte Begehung von Jugendfreizeiteinrichtungen.

Die ersten Ergebnisse der Methoden, die in der Planungsphase angewandt wurden, zeigen, dass Jugendliche Jugendfreizeiteinrichtungen sehr differenziert wahrnehmen, nutzen und bewerten. Die vielfältigen und beteiligungsorientierten Methoden sollen die Jugendlichen motivieren Ideen und interessengeleitete Vorschläge für Jugendzentren zu entwickeln.

KONTAKT

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Ich stehe Ihnen mit meiner Expertise gerne zur Verfügung.

Gutes Gelingen wünscht Ihnen

Julia Hartwig-Selmeier

Projektleitung Jugendaudit Berlin-Mitte 2017

Das Projekt wurde finanziert vom Bezirksamt Mitte von Berlin und im Auftrag des Kinder- und Jugendbüros Mitte von Oktober 2016 bis Dezember 2017 durchgeführt.

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